Nachbericht Online Fachkonferenz: New Work am 4.7.2018

Die Online-Fachkonferenz NEW WORK fand am 04.07.2018 statt und wurde durch unsere Partner Arbeit und Arbeitsrecht sowie Space Code Academy ermöglicht.

Sie bot eine Zusammenfassung der Kernthesen vier renommierter Referenten.

Bevor wir aber einen Blick auf die heutige Welt der Arbeit werfen, haben wir einen Blick in die Vergangenheit geworfen. Prof. Dr. Frithjof Bergmann entwickelte in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts ein alternatives Arbeitsmodell. Computer ergänzten damals die Arbeit von Menschen. Der Benefit für die Arbeitnehmer: Freiheit, Selbstbestimmung und Gemeinschaft.

Vier Jahrzehnte später ist diese Idee aktueller denn je, stehen heute technische Möglichkeiten zur Verfügung, die am Beginn der Idee NEW WORK noch Utopie waren. Dem technischen Wandel folgte ein gesellschaftlicher. Bezogen auf HR bedeutet dies unter anderem eine stärkere Fokussierung auf den Menschen, die hinter den Bewerbern stehen.

 

Den Anfang machte Bienja Kaya von Rosetta Stone zum Thema NEW WORK. NEW TRAINING. NEW LANGUAGE. Sprachlernprogramme für Mitarbeiter im Unternehmen ermöglichen den Spagat zwischen modernem mitarbeiterorientiertem Training und messbaren ROI. Konkrete Tipps für eine erfolgreiche Implementierung von digitalen Mitarbeitertrainings am Beispiel Sprachtraining folgen praxisbasierte Empfehlungen für die Erfolgsmessung von digitalen Mitarbeitertrainings.

 

Robert Knemeyer ist Inhaber der KPI Personalberatung und unser zweiter Speaker.

„Der Turnaround in HR – endlich mehr Wertschöpfung“ so seine These. An Personalabteilungen werden durch den Gesetzgeber immer mehr Anforderungen gestellt. Da die Belegschaft allerdings auch in HR Abteilungen ausgedünnt wird, verbleiben den übriggeblieben Personalern zusätzliche Anforderungen an manueller und administrativer Arbeit. Alleine Standardaufgaben wie Zeugniserstellung, Gehaltsabrechnungen und längst überholte Stempelkarten rauben Ressourcen für wichtige TO DO‘s. Zum Leidwesen der Personaler wird dadurch oft ihre Wertschöpfung angezweifelt.

 

Es folgte Christian Müller von Pokeshot. Er sieht die Digitalisierung vor einer Herausforderung, denn New Work ist nicht ohne New Workplace Learning machbar. Denn letztendlich geht es nicht um Maschinen, sondern die Mitarbeiter. Menschen 4.0 statt Industrie 4.0, so seine These. Wo früher Lernen und Arbeiten in Silos stattfand, bedeutet modernes Workplace Learning ein Zusammenwachsen. Gefragt sind heute Flexibilität, Vielfalt, Zeitersparnis und Individualität. Christian Müllers Model hat drei Säulen: Empowerment, Leben von Inhalten und Messen des Fortschritts.

 

Den Abschluss der Online-Fachkonferenz übernimmt Tjalf Nienaber. In seinen Thesen fasst er Personalarbeit 4.0 zusammen und zeigt, wohin die Reise gehen kann, wenn von digitaler Transformation gesprochen wird. Diese stellt die vierte industrielle Revolution dar, in der die sogenannte Generationen Y und Z das Sagen haben. Deren Werte stehen denen älterer Arbeitnehmer gegenüber. Das hohe Maß an Work-Life-Balance ist nur ein Unterschied. Nienaber empfiehlt die Chancen der digitalen Transformation zu nutzen und den Prozess aktiv zu begleiten. Als Navigator gibt man Kollegen Sicherheit im digitalen Dschungel.

 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Referenten und Partnern. Selbstverständlich stehen wir den Teilnehmern bei Rückfragen zur Verfügung. Sie finden weitere Antworten in den beigefügten Aufzeichnungen und Präsentationen der Referenten.